KI-Bilder erkennen
Generierte Bilder sind oft verblüffend gut, verraten sich aber im Detail. Wer weiß, wohin er schauen muss, erkennt die typischen Fehler von Midjourney, DALL·E und Stable Diffusion, und die Wasserzeichen, die immer mehr Bilder tragen.
Prüfen Sie zuerst Hände, Zähne, Augen und Hintergrund. Dort passieren die meisten Fehler. Zoomen Sie hinein, achten Sie auf sinnlose Schrift und wiederholte Muster, und suchen Sie nach Wasserzeichen wie C2PA oder SynthID.
Wo generierte Bilder stolpern
Hände und Finger
Zu viele oder zu wenige Finger, verschmolzene Knöchel, unmögliche Haltungen. Trotz Fortschritten bleiben Hände die häufigste Schwachstelle.
Zähne, Augen, Ohren
Zu viele Zähne, asymmetrische Pupillen, unterschiedlich geformte Ohrringe. Kleine, wiederholte Strukturen überfordern die Modelle.
Sinnlose Schrift
Buchstaben auf Schildern, Buchrücken oder Kleidung ergeben oft nur wirres Zeichen-Geflimmer. Ein sehr verlässliches Signal.
Physik und Hintergrund
Schatten, die nicht passen, Spiegelungen ohne Quelle, Objekte, die ineinander übergehen, oder ein Hintergrund, der bei genauem Hinsehen zerfließt.
Der zu glatte Look
Haut ohne Poren, ein plastikartiger Glanz, eine unwirklich perfekte Komposition. Viele KI-Bilder wirken wie retuschiert, obwohl sie es nicht sind.
Wasserzeichen und Metadaten
Immer mehr Bilder tragen unsichtbare Kennungen wie C2PA oder Googles SynthID. Ein Blick in die Bild-Metadaten oder eine Rückwärtssuche hilft zusätzlich.
Häufige Fragen
Kann man KI-Bilder immer erkennen?
Nein. Die Qualität steigt schnell, und gut ausgewählte oder nachbearbeitete Bilder sind kaum noch zu enttarnen. Zuverlässiger als das Auge werden künftig technische Wasserzeichen wie C2PA und SynthID.
Was ist C2PA?
C2PA ist ein Industriestandard, der Bildern eine überprüfbare Herkunft mitgibt: welches Programm sie erstellt oder verändert hat. Immer mehr Kameras und KI-Werkzeuge schreiben diese Information in die Datei.
Wie prüfe ich ein verdächtiges Foto am schnellsten?
Zoomen Sie auf Hände, Augen und Schrift, achten Sie auf unstimmige Schatten und machen Sie eine umgekehrte Bildersuche. Findet sich keine Quelle und häufen sich die Fehler, ist KI wahrscheinlich.